Nach den Schlechtwettererfahrungen der letzten Jahre, zog das Skiweekend-OK in diesem Jahr alle Register. Ziel war es, endlich wieder mal ein Wochenende bei blauem Himmel, Sonne und sehr viel Schnee zu verbringen. Der Anlass wurde extra vom ersten März-Weekend auf das letzte Februar-Wochenende vorgezogen. In der Hoffnung für besseres Wetter, verschob man sogar Badmintonspiele! Alle Tricks und Kniffs brachten jedoch nichts gegen die Launen von Petrus und Frau Holle. Die blieben ihrer Linie der vergangen Jahre treu...
So kam es, dass wir uns am Samstagmorgen um 9.00h bei Kurt zum gemeinsamen Frühstück trafen. Eile war nicht angesagt, denn die Sonne versteckte sich hinter den Wolken und der Schnee war in den letzten Wochen ausser Sichtweite geschmolzen.
Anders sahen dies Lea und Urbi. Sie wollten den Tag so richtig auf der Piste auskosten und verzichteten deshalb auf das gemeinsame Frühstück, um so schnell wie möglich in Elm auf dem Board stehen zu können.
Kurz vor der Mittagszeit trafen auch alle andern im frühlingshaften Sernftal ein. Die Freude unter den Teilnehmern war gross, als man bei der Bergstation Empächli zum ersten Mal an diesem Tag Schnee unter den Füssen verspürte. Gepäck und Proviant wurden in der Unterkunft, dem Skihaus Schabell, verstaut und wir stürzten uns ins Skivergnügen. Da die Schneeverhältnisse ausreichend aber keinesfalls hervorragend waren, zog es einige schon nach der zweiten Abfahrt ins Bergrestaurant Ämpächli zum Mittagessen. Einige wenige kamen aber nicht zur Ruhe, ehe sie alle Pisten befahren hatten...
Obwohl nichts im Voraus abgemacht wurde, entwickelte sich die Munggenhütte zum Treffpunkt des BC Neuheim. Im Verlaufe des Nachmittags fanden sich alle auf der Terrasse der gemütlichen Skihütte ein. Sogar die Nicht-Skifahrer Anna, Kurt, Dani und Anuj nahmen den rund einstündigen Aufstieg zur Munggenhütte unter die Füsse. Von der Ortskundigen Yvonne wussten sie, dass es sich um einen gemütlichen Spaziergang handeln würde. Dass es aber auf dieser Winterwanderung einen Höhenunterschied von 300m zu überwinden galt, erfuhren unsere tapferen Wanderer erst unterwegs... In der Hütte angekommen war der Ärger aber schnell verflogen. Bei Munggen- und Schneehäsli-Kaffees, sowie feinem Früchtekuchen und Apfelstrudel, waren die vorangegangenen Strapazen auf der Piste und dem Wanderweg schnell vergessen. Selbst der einsetzende Schneefall konnte der guten Stimmung auf der Terrasse keinen Dämpfer aufsetzen.
Nach 16.00h verliessen wir die Munggenhütte in Richtung Tal. Nächster Treffpunkt war die Apres-Ski-Bar oberhalb des Restaurants Ämpächli. Bei der Bar handelte es sich um einen umgebauten „Kuhstall“. Das gemütliche Beisammensein wurde kurzzeitig von einer Kettenraucherin aus Zürich getrübt. Jedoch mit einer geballten Ladung Ehrlichkeit, einem Schuss Direktheit und ein kleinwenig Freundlichkeit zum Abschluss, bereinigten wir diese Situation umgehend. Nach diesem kurzen Intermezzo konnten wir uns wieder der „Spezialität des Hauses“, dem „Holdere-Wy“, zuwenden. (Nein Rebekka und Lukas, nicht HOLDENER-Wein!) Langsam auf den Geschmack gekommen, floss der edle Tropfen immer zügiger durch unsere Kehlen. Später gesellten sich noch ein paar Jünglinge des Turnvereins Sargans zu uns. Die eine oder andere Teilnehmerin unseres Skiweekends schien ein Auge auf die neuen Gäste zu werfen. Da die Sitzordnung (oder vielleicht auch andere Hinder- oder gar Hemmnisse) eine direkte Kontaktaufnahme verhinderte, sprang Erna in die Bresche. Dank viel Charme und Humor versorgte sie unsere Interessentinnen mit allen notwendigen Eckdaten der Sarganser...
Sehr viel später, es war schon Dunkel, rutschten wir die letzten Meter zu unserer Unterkunft zurück.
Zum Znacht gab es Käsefondue. Es wurden diverse „Geschmacksrichtungen“ angeboten: Nature, Weisswein oder wie anders im Glarnerland möglich, Schaftszieger!
Nach dem Abendessen stand für einige Teilnehmer noch etwas schwerverdaulichere Kost auf dem Programm. Die Spielerinnen und Spieler der zweiten und dritten Mannschaft sollten zusammen einen Weg finden, wie mindestens eine der Mannschaften den Ligaerhalt sicherstellen kann...
Alle andern vertrieben sich währenddessen die Zeit mit Gesprächs- und Spielrunden.
Zur späten Abendstunde überraschte uns die Küchenmannschaft noch mit einem Dessert. Es gab Schokoladenfondue! Früchte (Erdbeeren, Ananas, Banane) wurden dabei in flüssige Schokolade getaucht und anschliessen genüsslich verzehrt. Anuj, der sich schon beim Käsefondue von seiner besten Schweizerseite zeigte, liess auch beim Schokoladenfondue nichts anbrennen. Gerüchten zufolge, langte er beim Dessert so tüchtig zu, dass er für längere Zeit von der Bildfläche verschwand um „sich zu erholen“.
Für die Einen ging nun der Abend langsam zu Ende, in dem sie den Weg Richtung Bett einschlugen. Für wieder andere begann der Abend erst jetzt so richtig. Sie machten sich auf den Weg zur Martinsloch-Bar. Anfangs war da nicht gerade viel los. Doch mit dem nächsten Musikstilwechsel kamen immerhin die Anhänger der guten alten Metal-Zeiten auf ihre Rechnung. Nicole demonstrierte eindrücklich ihre Head-Banging-Qualitäten und liess ihr Haare fliegen...
Erna traf in der Martinsloch-Bar auf alte Bekannte vom späteren Nachmittag und setzte ihre „Informationsbeschaffung“ fort. Alle staunten ab der von Erna an den Tag gelegten Flirt-Energie. Weiter wurde fleissig das Tanzbein geschwungen, geplaudert, oder gestaunt ab Danis „Limbo-Dance-Einlage“. Wie weit hinunter käme er wohl ohne verletzter Wade? Leider wurde viel zu früh die letzte „Runde“ ausgerufen und unser feucht-fröhliches Zusammensein damit beendet. Wir wurden durch W. Nuss aus Bümplitz verabschiedet und auf den Heimweg geschickt. Obwohl es schon lange nach Mitternacht war, konnte sich eine kleine Gruppe noch nicht für das Schlafengehen entscheiden. Sie spielten noch eine geraume Zeit lang UNO...
In den Sonntag starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück. Das Wetter war nicht besser als am Vortag. Es wurde eher noch schlimmer. Es war bewölkt und es bliesen kräftige Windböen ums Skihaus Schabell. Nach 11.00h liess der Wind nach. Gisela und ihre beiden Jungs, sowie fünf weitere Pistensüchtige wagten sich doch noch aus dem Haus. Die Pistenverhältnisse waren überraschend gut und wir genossen es nochmals so richtig. Zum Mittagessen trafen wir uns alle nochmals im Restaurant Ämpächli. Nach dem Essen wurde auf der Restaurantterrasse das Abschluss-Gruppenfoto geschossen. Somit war der offizielle Teil des Skiweekends 2007 Geschichte. Die Mehrheit begab sich auf den Heimweg, die „Sonntagsskifahrer“ gingen nochmals auf die Piste. Leider hatte die Wärme über die Mittagszeit die Skipisten dermassen aufgeweicht, dass sich alle (Urbi ausgeschlossen) nach zwei Abfahrten in die Munggenhütte zurückzogen. Dort gab es nochmals eine „Runde“ bevor wir uns zur letzten Abfahrt auf den Weg machten. Kurz nach 15.30h verliessen auch die letzten „Neuheimer“ das grüne Elm...
Obwohl Wetter- und Schneemässig nicht begünstigt, war es wieder ein tolles Skiweekend. Die Unterkunft war Ideal und die Verpflegung liess keine Wünsche offen. Thomi liess verlauten, dass er das Skihaus Schabell auch schon wieder für das nächste Jahr reserviert hat. Somit darf man sich schon jetzt auf das Skiweekend 2008 freuen. Hoffentlich zeigen die Wettergötter mal gleich viel Engagement wie unser Skiweekend-OK! An Yvonne, Thomi, sowie alle anderen die sich für unser Wohlergehen am diesjährigen Skiweekend einsetzten, nochmals vielen Dank für euren Einsatz und die perfekte Planung.
Menzingen, 7. März 2007
Christof Schüpbach |